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Archive for April 2020

Bildquelle: NASA

Vor 30 Jahren – genauer am 24. April 1990 – wurde das Hubble Weltraumteleskop (eng. Hubble Space Telescope, kurz HST) in einem Space Shuttle gestartet. Am darauffolgenden Tag wurde es in seine Umlaufbahn ausgesetzt.

Das HST ist ein Gemeinschaftsprojekt der NASA und der ESA, also der beiden Weltraumorganisationen von den USA und Europa.

Benannt wurde es nach dem US-amerikanischen Astronom Edwin Hubble.

Hubble ist dreizehn Meter lang und besitzt vier Meter Durchmesser. Es hat eine Masse von fast zwölf Tonnen. Das Weltraumteleskop umkreist die Erd ein einer Höhe von etwa 550 Kilometern. Dafür benötigt es 96 Minuten.

Das HST ist ein sogenanntes Spiegelteleskop – das einfallende Licht wird mit einem Hauptspiegel gesammelt, auf einen kleineren Sekundärspiegel geleitet und von diesem dann an fünf wissenschaftliche Instrumente weitergeleitet. Vereinfacht handelt es sich bei diesen um eine Kamera für ein großes Aufnahmefeld, eine weitere Kamera, zwei Spektrometer und eine Kamera, die auf den nahen Infrarotbereich spezialisiert ist.

Hubble kann Aufnahmen im elektromagnetischen Spektrum vom infraroten bis zum ultravioletten Bereich machen. Es arbeitet also größtenteils im Spektrum des sichtbaren Lichts.

Erdgebundene Teleskope können durch die Atmosphäre unseres Planeten nicht in jedem Fall gute Aufnahmen von weit entfernten Objekten machen. Hubble hat dieses Problem nicht – es kann unabhängig von atmosphärischen Störungen fotografieren.

Die Energieversorgung des Weltraumteleskops wird über zwei große Sonnensegel gewähleistet.

Eine Besonderheit des HST ist, dass man es im Weltraum reparieren und seine Teile austauschen kann.

Ursprünglich war die Missionszeit von Hubble nur auf zehn Jahre angedacht. Zuerst sah es danach aus, dass es auch dabei bleiben würde. Durch einen Fehler im Hauptspiegel konnten keine guten Bilder an die Erde übermittelt werden. Nach einer Reparaturmission 1993 war der Fehler aber behoben und es konnten endlich gute Aufnahmen gemacht werden.

Auch später gab es immer wieder Missionen zur Reparatur oder zur Ergänzung, bzw dem Austausch von Teilen. Die Missionszeit wurde immer wieder verlängert – bis heute, wo wir 30 Jahre Hubble feiern können.

Interessante Webseiten zum HST

Schöne Artikel zu Hubble:

https://www.deutschlandfunkkultur.de/weltraumteleskop-hubble-das-mit-den-sternen-tanzt.976.de.html?dram:article_id=474363

https://www.dlr.de/rd/en/desktopdefault.aspx/tabid-5163/8674_read-17313/8674_page-3/

https://www.wasistwas.de/archiv-wissenschaft-details/das-hubble-weltraumteleskop.html

Eine Menge eindrucksvoller Bilder von Hubble:

https://www.starobserver.org/tag/hubble/

https://www.youtube.com/watch?v=fTuLpPcE0x0

Eine Dokumentation zu Hubble:

https://www.youtube.com/watch?v=UUjumTjseIk

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Momentan ist bestes Frühlingswetter und die lauen Temperaturen laden zum Sternegucken ein, auch wenn die Nächte nun immer kürzer werden.
Schon in der Dämmerung ist ein augenscheinlich heller „Stern“ in westlicher Richtung zu sehen.
Aber ist das überhaupt ein Stern? Nein, es ist die Venus, ein richtiger Planet, und der leuchtet im Moment super hell, so dass man ihn gar nicht verfehlen kann! Vor wenigen Tagen ist die Venus vor den Plejaden vorbeigezogen. Die Plejaden sind eine große Ansammlung von ganz vielen Sternen. Wenn ihr mit einem Fernglas schaut, könnt ihr diesen Sternenhaufen nicht weit entfernt von der Venus noch sehen. Wer sich die Venus durch ein größeres Fernrohr anschauen kann, der wird feststellen, dass die Venus wirklich kein Stern sein kann. Wie der Mond zeigt auch die Venus unterschiedliche Gestalten. Mal ist es eine Halb-Venus mal eine Voll-Venus. Das sagt uns, dass die Venus nicht selbst leuchten kann, wie ein Stern. Außerdem ist ihr helles Licht am Himmel ruhig im Gegensatz zu dem Licht der Sterne, was meistens flackert.

Am frühen Morgen des 8. April war der erste Vollmond nach Frühlingsbeginn. Dieser Vollmond ist ganz besonders und wichtig, denn es ist der Ostervollmond. Die Osterregel besagt, dass Ostern immer dann stattfindet, wenn wir erstens einen Frühlingsanfang haben – und der war ja schon am 20. März – zweitens brauchen wir den ersten Vollmond im Frühling und der war am 8. April und dann brauchen wir zu guter Letzt auch noch einen Sonntag, der sich dann am 12. April anschließt. Mit dieser Regel wisst ihr immer, wann Ostern ist. Nun wird der Mond wieder schlanker und man kann ihn besser in der der zweiten Nachthälfte sehen.

Am Sternhimmel verschwinden nun die Wintersternbilder wie Orion und Stier und machen Platz für Sternbilder des Frühlings. Dazu gehört auch der Löwe. Findet Ihr ihn? Viel Spaß beim Suchen, nicht nur am Sternhimmel 😉

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Der Planet Venus ist momentan am Abendhimmel gut zu beobachten. Sie ist sehr hell und steht noch einige Zeit nach Sonnenuntergang über dem westlichen Horizont. Sie wandert vor dem Hintergrund der Fixsterne entlang und wird am 3. April an den Plejaden – einer großen Ansammlung von hellen Sternen – vorbeiziehen. Das ergibt für uns auf der Erde einen sehr schönen Anblick, auch wenn sich die Gestirne nicht wirklich nahekommen. Denn die Plejaden, die oftmals auch das Siebengestirn genannt werden, sind mehrere hundert Lichtjahre entfernt. Das Licht der Plejadensterne benötigt etwa 400 Jahre bis zu uns. Das reflektierte Sonnenlicht von der Venus braucht gerade einmal etwas mehr als 5 Minuten! Mit einem Fernglas kann man die Begegnung von Venus und den Plejaden sehr schön sehen. Schon am 4. April ist der Abstand der Venus zu den Plejaden deutlich größer. Das Foto von der Venus und den Plejaden wurde am 2.4. gemacht. Schaut doch mal, wo die Venus am 3., 4. und 5. April steht.

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