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Am 5. Januar hat die Erde ihren geringsten Abstand zu unserer Sonne. Dies kommt dadurch, dass die Erdbahn und die Sonne kein perfekter Kreis ist, sondern eine schwache Ellipse. So ist die Erde im Januar der Sonne näher als im Juli. Am 4. Juli erreicht die Erde ihr so genanntes Aphel, also den größten Abstand zur Sonne. Dass wir jetzt Winter haben, liegt also nicht am Abstand zwischen Sonne und Erde sondern allein an der Neigung der Erdachse.

Was haben die neugierigen Nachwuchs-Sternengucker aus Halle mit dem alten ägyptischen Pharao Cheops zu tun, der die weltgrößte Pyramide bauen ließ?

Auch die Pharaonen schauten vor mehr als viertausend Jahren in die Sterne. Aber darum geht es im Dezember 2019 kurz vor dem Jahreswechsel nicht. Zuerst einmal geht es um Wissenschaftler, die ihren Projekten gerne mit zusammengestellten Buchstaben und Abkürzungen gefällige Namen geben.

So sind die Buchstaben im Namen Cheops in technischen Bezeichnungen versteckt (CH = CHarecterising; EOP = ExOPlanets; S = Satellite). CHEOPS ist also ein characterising exoplanets satellite, ein Satellit der Planeten außerhalb unseres Sonnensystems unter die Lupe, oder besser gesagt unter ein Superteleskop nimmt. Er wird Exoplaneten untersuchen, die von der Erde aus gesehen genau vor ihrem Stern entlangziehen. Dann kann man diesen unglaublich weit entfernten Planeten für einen kurzen Moment sehen oder zu mindestens messen – unsere Augen reichen dafür nicht aus. CHEOPS‘ Teleskop wird diese Planeten sehen und mit Adleraugen so genau schauen, dass er sehen kann, ob diese Planeten eine Lufthülle – eine eigene Atmosphäre – besitzen und auch woraus eine solch ferne Lufthülle besteht. Wird es dort Wetter- und Klimaschwankungen geben, wie auf der Erde oder sogar Anzeichen für Leben? Die Messdaten des Satelliten werden uns in den kommenden Jahren darüber aufklären und den ASTROlinos in unserer Stadt mehr Stoff zur Diskussion liefern.

Die ASTROlinos in Halle haben also weniger mit dem Pharao zu tun, als mit dem neuen Satelliten. Sie treffen sich wöchentlich in den Franckeschen Stiftungen und diskutieren über Neuigkeiten aus dem Weltraum und über die neusten Missionen der Satelliten.

Mit seinem Superteleskop ist CHEOPS nun am Morgen des 18. Dezembers vom Weltraumbahnhof in Kourou in Französisch-Guayana zu seiner Mission ins All gestartet.

Und die ASTROlinos haben mit diesem Satelliten mehr zu tun, als den Traum zu teilen, ferne Welten zu erkunden. Die Idee für den Satelliten geht unter anderem auf den Schweizer Wissenschaftler Didier Queloz zurück, der den ersten Planeten um einen fernen Stern nachwies. Das war schon im Jahr 1995 und damals eine Weltsensation. Bis heute hat man schon mehr als 4000 solcher Exoplaneten entdeckt. Der Schweizer Wissenschaftler Michel Mayor und Didier Queloz erhielten für ihre bahnbrechende Exoplanetenentdeckung am 10. Dezember 2019 den Nobelpreis!

Wenn ein Satellit mit dem Namen eines Pharaos und einer so bedeutenden Mission ins All startet, dann soll er auch gebührend geziert dorthin fliegen. Und eben dafür haben die ASTROlinos mit weiteren Kindern aus Europa gesorgt! Sie gestalteten Bilder und Zeichnungen mit ihren Vorstellungen von fremden Welten und Entdeckungen, die der königliche Satellit machen soll. Alle diese Zeichnungen mussten in schwarz-weiß angefertigt werden, wurden eingescant und auf zwei Metallplatten aus Titan gelasert. Diese Metallplatten schmücken nun den Stellit CHEOPS. Von 8000 Zeichnungen wurden 3000 ausgelost – von den ASTROlino-Zeichnungen haben es fünf auf die Metallplaketten geschafft und befinden sich nun im All.

Seit Weihnachten 2019 schweben die Ideen und Vorstellungen ferner Welten der Nachwuchs­wissenschaftler aus Halle hoch über unseren Köpfen.

Wir wünschen allen sternenbegeisterten Kindern und Familien einen guten Start ins Jahr 2020!

 

Jahresausblick 2020:

2020 starten die ASTROlinos am 3. Januar um 17 Uhr mit einer SternGuckerZeit im Krokoseum zum Thema „Missionen 2020 – Was passiert in diesem Jahr im Weltraum?“.

Außerhalb der SternGuckerZeiten treffen sich die ASTROlinos wöchentlich freitagnachmittags um 17 Uhr in einer festen Gruppen um sich intensiver mit den Weltraumwissenschaften zu beschäftigen.

Ab dem 17. Januar starten die ASTROlinos mit einer neuen Nachwuchsgruppe. Kinder ab 5 Jahren sind herzlich eingeladen zu ihren Vorstellungen von Raumfahrt, Sternen und Weltraum sich auszutauschen, zu basteln, zu experimentieren und spielerisch mehr zu erfahren.

Den neuen ASTROlino-Terminkalender 2020 findet ihr auf unserer Website!

Planeten und Co

Heute haben sich die ASTROlinos in der astronomischen Station mit unseren Planeten beschäftigt. Die richtige Reihenfolge der Planeten muss sitzen, genauso wie einige Eigenschaften. Venus hat eine sehr dichte Atmosphäre, der Jupiter hat einen großen roten Fleck, das ist ein gewaltiger Sturm und Saturn hat die schönsten Ringe.Auch die Sternbilder kamen nicht zu kurz, momentan sind noch die Sommersternbilder, wie der Schwan, Adler und Leier zu sehen.

Am 16. Juli war eine teilweise Mondfinsternis zu beobachten. ASTROlino Janis hat auch ein Foto von der Verfinsterung des Mondes gemacht. Anders als bei einem zunehmenden oder abnehmenden Mond ist die „Licht- und Schattengrenze“ bei einer Mondfinsternis nicht scharf, sondern diffus, das heißt unscharf. Eine Mondfinsternis erleben wir immer dann, wenn der Mond in den Schatten unserer Erde gelangt.

Mitte August gibt es wieder mehr Sternschnuppen zu sehen als an vielen anderen Tagen im Jahr. Der Sternschnuppenstrom der Perseiden ist aktiv. Staubteilchen aus der Spur eines Kometen kreuzen die Erdbahn und gelangen in die Lufthülle unseres Planeten, wo sie verglühen und dabei die Luft zum Leuchten bringen. Wir kennen diese Leuchterscheinung als Meteor oder Sternschnuppe. Besonders zahlreich sollen sie zwischen dem 11. und 13. August auftreten. Für die Beobachtung benötigen wir kein Fernrohr, es ist besser, wir behalten einen möglichst großen Himmelsausschnitt im Auge. Dazu legen wir uns auf eine Picknickdecke oder einen Liegestuhl. Sternschnuppen sieht man allerdings nur bei klarem Himmel und besser an Orten, wo es nicht viel Umgebungslicht durch Straßenlaternen und Autoscheinwerfern gibt. In diesem Jahr stört jedoch der Mond mit seiner Helligkeit, er nimmt nämlich gerade zu. Dennoch sollte man sich nicht von einer Jagd nach Sternschnuppen abringen lassen, auch wenn man vielleicht weniger – nämlich nur die hellsten Sternschnuppen sehen wird.

Das Foto einer Sternschnuppe hat Michael Brückner im August 2018 auf dem Mittelberg an der Arche Nebra gemacht. Weitere Fotos sind zu finden unter: https://www.astroverein-halle.de/gallerie/

 

Am 2. August laden die ASTROlinos Kinder und Familien um 17 Uhr ins Krokoseum zur Erkundung des abendlichen Sommerhimmels ein. An diesem Freitag geht es um Sternschnuppen. Woher kommen sie, wie sehen sie aus und warum könnt ihr im August besonders viele Sternschnuppen sehen?
Jedes Jahr freuen sich die ASTROlinos auf die Auguststernschnuppen, die nach dem Himmelskrieger Perseus benannt wurden.
Diesesmal wird die Beobachtung ein wenig trickreich. Der Mond wird hell und fast ganz rund den Himmel erleuchten, so dass die etwas zarteren Sternschnuppen schlechter zu sehen sind.
Die ASTROlinos geben euch Tipps wie man die Sternschnuppen am besten beobachten kann und zeigen euch die auffälligsten Sternbilder am Augusthimmel, dann lohnt sich der Blick nach oben, so oder so.


Heute auf den Tag genau betrat um 03:56 Uhr unserer Zeit der erste Mensch einen anderen Himmelskörper. Neil Armstrong machte mit Edwin „Buzz“ Aldrin den ersten Mondspaziergang im Meer der Ruhe. Sie läuteten damit eine Reihe weiterer bemannter Mondmissionen ein. Wir haben Euch einmal die Landestellen der Apollo-Missionen 11 bis 17 zusammengestellt.

>> Klickt zum Vergrößern einfach auf das Bild und schaut es Euch genauer an!