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Archive for the ‘Uncategorized’ Category

Seit vielen Jahren ist erstmals wieder ein Komet gut mit bloßen Augen am Himmel zu entdecken. Es ist der Komet C/2020 F3 NEOWISE. Aktuell ist er die gesamte Nacht über zu sehen, allerdings stets tief am nördlichen Horizont und abends muss man sich bis etwa 23 Uhr gedulden. Erst dann ist die Dämmerung weit genug voran geschritten, so dass er sich vor dem Himmelshintergrund abhebt und man ihn gut sehen kann. Die Tage sind immer noch sehr lang und es dauert seine Zeit, bis es ausreichend dunkel geworden ist.

Kometen sind eisige Brocken aus Staub, Gas und Eis und wenn sie der Sonne nahe kommen, bilden sie lange, helle Schweife aus. Es kommt allerdings nicht sehr häufig vor, dass diese dann auch von der Erde gut zu sehen sind. Der letzte sehr bekannte Komet war Hale-Bopp, welcher insbesondere im Jahr 1997 für Schlagzeilen sorgte.

Der etwa fünf Kilometer große Komet NEOWISE wurde vom NASA-Satelliten NEOWISE erst am 27. März dieses Jahres entdeckt und es war nicht absehbar, dass er sich zu solch einen hellen Kometen entwickelt, wie wir ihn nun bewundern können. Oft überstehen Kometen ihre Annäherung an die Sonne nicht, sie fallen auseinander und büßen somit stark an Helligkeit ein. Somit ist der Komet NEOWISE ein echter „Überraschungs-Komet“.

Um ihn zu finden, sucht ihr am besten die Sternfigur des Großen Wagens, denn der Komet steht in den nächsten Tagen darunter. Das Foto zeigt, wie der Komet am Himmel zu sehen ist.

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Falcon 9-Rakete mit Crew Dragon 2-Raumkapsel vor dem Start, Bildquelle: NASA

Neun lange Jahre mussten die US-Amerikaner warten, bis wieder ein bemannter Raumtransporter amerikanischen Boden verlassen kann. Damals wurde das Space-Shuttle-Programm vor allem aus Kosten- und Sicherheitsgründen eingestellt. Bemannte Missionen starten seither nur aus Kasachstan und China.

In einem gemeinsamen Projekt entwickelten die US-Raumfahrtagentur NASA und das US-Raumfahrtunternehmen Space X eine Raumkapsel für bemannte Missionen zur Internationalen Raumstation ISS. Heute Abend, am 27. Mai 2020, um 22:33 Uhr MEZ starten die Astronauten Robert Behnken und Douglas Hurley mit der neu entwickelten Raumkapsel Crew Dragon 2 und einer Falcon 9 Trägerrakete vom Weltraumbahnhof in Cape Canaveral in den USA. Sollte die Mission erfolgreich verlaufen, können sich auch für europäische Astronauten zukünftig neue Reisemöglichkeiten zur Internationalen Raumstation ergeben.

Kleiner Beobachtungstipp: Während der Start um 22:33 Uhr von der NASA live übertragen wird, werden wir von Deutschland aus Raumkapsel Dragon als kleinen leuchtenden Punkte von 22:55 bis 22:58 Uhr über den Himmel ziehen sehen. Voraussetzung ist ein wolkenfreier Himmel😉

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Bildquelle: NASA

Vor 30 Jahren – genauer am 24. April 1990 – wurde das Hubble Weltraumteleskop (eng. Hubble Space Telescope, kurz HST) in einem Space Shuttle gestartet. Am darauffolgenden Tag wurde es in seine Umlaufbahn ausgesetzt.

Das HST ist ein Gemeinschaftsprojekt der NASA und der ESA, also der beiden Weltraumorganisationen von den USA und Europa.

Benannt wurde es nach dem US-amerikanischen Astronom Edwin Hubble.

Hubble ist dreizehn Meter lang und besitzt vier Meter Durchmesser. Es hat eine Masse von fast zwölf Tonnen. Das Weltraumteleskop umkreist die Erd ein einer Höhe von etwa 550 Kilometern. Dafür benötigt es 96 Minuten.

Das HST ist ein sogenanntes Spiegelteleskop – das einfallende Licht wird mit einem Hauptspiegel gesammelt, auf einen kleineren Sekundärspiegel geleitet und von diesem dann an fünf wissenschaftliche Instrumente weitergeleitet. Vereinfacht handelt es sich bei diesen um eine Kamera für ein großes Aufnahmefeld, eine weitere Kamera, zwei Spektrometer und eine Kamera, die auf den nahen Infrarotbereich spezialisiert ist.

Hubble kann Aufnahmen im elektromagnetischen Spektrum vom infraroten bis zum ultravioletten Bereich machen. Es arbeitet also größtenteils im Spektrum des sichtbaren Lichts.

Erdgebundene Teleskope können durch die Atmosphäre unseres Planeten nicht in jedem Fall gute Aufnahmen von weit entfernten Objekten machen. Hubble hat dieses Problem nicht – es kann unabhängig von atmosphärischen Störungen fotografieren.

Die Energieversorgung des Weltraumteleskops wird über zwei große Sonnensegel gewähleistet.

Eine Besonderheit des HST ist, dass man es im Weltraum reparieren und seine Teile austauschen kann.

Ursprünglich war die Missionszeit von Hubble nur auf zehn Jahre angedacht. Zuerst sah es danach aus, dass es auch dabei bleiben würde. Durch einen Fehler im Hauptspiegel konnten keine guten Bilder an die Erde übermittelt werden. Nach einer Reparaturmission 1993 war der Fehler aber behoben und es konnten endlich gute Aufnahmen gemacht werden.

Auch später gab es immer wieder Missionen zur Reparatur oder zur Ergänzung, bzw dem Austausch von Teilen. Die Missionszeit wurde immer wieder verlängert – bis heute, wo wir 30 Jahre Hubble feiern können.

Interessante Webseiten zum HST

Schöne Artikel zu Hubble:

https://www.deutschlandfunkkultur.de/weltraumteleskop-hubble-das-mit-den-sternen-tanzt.976.de.html?dram:article_id=474363

https://www.dlr.de/rd/en/desktopdefault.aspx/tabid-5163/8674_read-17313/8674_page-3/

https://www.wasistwas.de/archiv-wissenschaft-details/das-hubble-weltraumteleskop.html

Eine Menge eindrucksvoller Bilder von Hubble:

https://www.starobserver.org/tag/hubble/

https://www.youtube.com/watch?v=fTuLpPcE0x0

Eine Dokumentation zu Hubble:

https://www.youtube.com/watch?v=UUjumTjseIk

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Momentan ist bestes Frühlingswetter und die lauen Temperaturen laden zum Sternegucken ein, auch wenn die Nächte nun immer kürzer werden.
Schon in der Dämmerung ist ein augenscheinlich heller „Stern“ in westlicher Richtung zu sehen.
Aber ist das überhaupt ein Stern? Nein, es ist die Venus, ein richtiger Planet, und der leuchtet im Moment super hell, so dass man ihn gar nicht verfehlen kann! Vor wenigen Tagen ist die Venus vor den Plejaden vorbeigezogen. Die Plejaden sind eine große Ansammlung von ganz vielen Sternen. Wenn ihr mit einem Fernglas schaut, könnt ihr diesen Sternenhaufen nicht weit entfernt von der Venus noch sehen. Wer sich die Venus durch ein größeres Fernrohr anschauen kann, der wird feststellen, dass die Venus wirklich kein Stern sein kann. Wie der Mond zeigt auch die Venus unterschiedliche Gestalten. Mal ist es eine Halb-Venus mal eine Voll-Venus. Das sagt uns, dass die Venus nicht selbst leuchten kann, wie ein Stern. Außerdem ist ihr helles Licht am Himmel ruhig im Gegensatz zu dem Licht der Sterne, was meistens flackert.

Am frühen Morgen des 8. April war der erste Vollmond nach Frühlingsbeginn. Dieser Vollmond ist ganz besonders und wichtig, denn es ist der Ostervollmond. Die Osterregel besagt, dass Ostern immer dann stattfindet, wenn wir erstens einen Frühlingsanfang haben – und der war ja schon am 20. März – zweitens brauchen wir den ersten Vollmond im Frühling und der war am 8. April und dann brauchen wir zu guter Letzt auch noch einen Sonntag, der sich dann am 12. April anschließt. Mit dieser Regel wisst ihr immer, wann Ostern ist. Nun wird der Mond wieder schlanker und man kann ihn besser in der der zweiten Nachthälfte sehen.

Am Sternhimmel verschwinden nun die Wintersternbilder wie Orion und Stier und machen Platz für Sternbilder des Frühlings. Dazu gehört auch der Löwe. Findet Ihr ihn? Viel Spaß beim Suchen, nicht nur am Sternhimmel 😉

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Der Planet Venus ist momentan am Abendhimmel gut zu beobachten. Sie ist sehr hell und steht noch einige Zeit nach Sonnenuntergang über dem westlichen Horizont. Sie wandert vor dem Hintergrund der Fixsterne entlang und wird am 3. April an den Plejaden – einer großen Ansammlung von hellen Sternen – vorbeiziehen. Das ergibt für uns auf der Erde einen sehr schönen Anblick, auch wenn sich die Gestirne nicht wirklich nahekommen. Denn die Plejaden, die oftmals auch das Siebengestirn genannt werden, sind mehrere hundert Lichtjahre entfernt. Das Licht der Plejadensterne benötigt etwa 400 Jahre bis zu uns. Das reflektierte Sonnenlicht von der Venus braucht gerade einmal etwas mehr als 5 Minuten! Mit einem Fernglas kann man die Begegnung von Venus und den Plejaden sehr schön sehen. Schon am 4. April ist der Abstand der Venus zu den Plejaden deutlich größer. Das Foto von der Venus und den Plejaden wurde am 2.4. gemacht. Schaut doch mal, wo die Venus am 3., 4. und 5. April steht.

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Bildquelle: NASA

In den nächsten Tagen ist die Internationale Raumstation sehr gut am Abendhimmel zu sehen. Sie steigt in Richtung Westen auf und macht zumeist einen sehr hohen Bogen. Sie erreicht eine große Helligkeit, so dass sie nicht zu übersehen ist.

An folgenden Terminen ist sie besonders gut zu sehen:

26. März, 19:53 bis 19:58 Uhr
27. März, 20:42 bis 20:46 Uhr
28. März, 19:55 bis 20:00 Uhr
29. März, 20:07 bis 20:14 Uhr und von 21:44 bis 21:48 Uhr
30. März, 20:57 bis 21:02 Uhr

Die Termine sind nicht vollständig. Die Übersicht gibt lediglich die Überflüge der ISS an, welche mit einer sehr großen Helligkeit einhergehen.

Die Quelle für die angegebenen Termine und eine Übersicht zu weiteren Überflügen ist unter dem folgenden Link zu finden:

https://heavens-above.com/PassSummary.aspx?satid=25544&lat=51.497&lng=11.9688&loc=Halle+(Saale)&alt=0&tz=CET

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Am 5. Januar hat die Erde ihren geringsten Abstand zu unserer Sonne. Dies kommt dadurch, dass die Erdbahn und die Sonne kein perfekter Kreis ist, sondern eine schwache Ellipse. So ist die Erde im Januar der Sonne näher als im Juli. Am 4. Juli erreicht die Erde ihr so genanntes Aphel, also den größten Abstand zur Sonne. Dass wir jetzt Winter haben, liegt also nicht am Abstand zwischen Sonne und Erde sondern allein an der Neigung der Erdachse.

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Was haben die neugierigen Nachwuchs-Sternengucker aus Halle mit dem alten ägyptischen Pharao Cheops zu tun, der die weltgrößte Pyramide bauen ließ?

Auch die Pharaonen schauten vor mehr als viertausend Jahren in die Sterne. Aber darum geht es im Dezember 2019 kurz vor dem Jahreswechsel nicht. Zuerst einmal geht es um Wissenschaftler, die ihren Projekten gerne mit zusammengestellten Buchstaben und Abkürzungen gefällige Namen geben.

So sind die Buchstaben im Namen Cheops in technischen Bezeichnungen versteckt (CH = CHarecterising; EOP = ExOPlanets; S = Satellite). CHEOPS ist also ein characterising exoplanets satellite, ein Satellit der Planeten außerhalb unseres Sonnensystems unter die Lupe, oder besser gesagt unter ein Superteleskop nimmt. Er wird Exoplaneten untersuchen, die von der Erde aus gesehen genau vor ihrem Stern entlangziehen. Dann kann man diesen unglaublich weit entfernten Planeten für einen kurzen Moment sehen oder zu mindestens messen – unsere Augen reichen dafür nicht aus. CHEOPS‘ Teleskop wird diese Planeten sehen und mit Adleraugen so genau schauen, dass er sehen kann, ob diese Planeten eine Lufthülle – eine eigene Atmosphäre – besitzen und auch woraus eine solch ferne Lufthülle besteht. Wird es dort Wetter- und Klimaschwankungen geben, wie auf der Erde oder sogar Anzeichen für Leben? Die Messdaten des Satelliten werden uns in den kommenden Jahren darüber aufklären und den ASTROlinos in unserer Stadt mehr Stoff zur Diskussion liefern.

Die ASTROlinos in Halle haben also weniger mit dem Pharao zu tun, als mit dem neuen Satelliten. Sie treffen sich wöchentlich in den Franckeschen Stiftungen und diskutieren über Neuigkeiten aus dem Weltraum und über die neusten Missionen der Satelliten.

Mit seinem Superteleskop ist CHEOPS nun am Morgen des 18. Dezembers vom Weltraumbahnhof in Kourou in Französisch-Guayana zu seiner Mission ins All gestartet.

Und die ASTROlinos haben mit diesem Satelliten mehr zu tun, als den Traum zu teilen, ferne Welten zu erkunden. Die Idee für den Satelliten geht unter anderem auf den Schweizer Wissenschaftler Didier Queloz zurück, der den ersten Planeten um einen fernen Stern nachwies. Das war schon im Jahr 1995 und damals eine Weltsensation. Bis heute hat man schon mehr als 4000 solcher Exoplaneten entdeckt. Der Schweizer Wissenschaftler Michel Mayor und Didier Queloz erhielten für ihre bahnbrechende Exoplanetenentdeckung am 10. Dezember 2019 den Nobelpreis!

Wenn ein Satellit mit dem Namen eines Pharaos und einer so bedeutenden Mission ins All startet, dann soll er auch gebührend geziert dorthin fliegen. Und eben dafür haben die ASTROlinos mit weiteren Kindern aus Europa gesorgt! Sie gestalteten Bilder und Zeichnungen mit ihren Vorstellungen von fremden Welten und Entdeckungen, die der königliche Satellit machen soll. Alle diese Zeichnungen mussten in schwarz-weiß angefertigt werden, wurden eingescant und auf zwei Metallplatten aus Titan gelasert. Diese Metallplatten schmücken nun den Stellit CHEOPS. Von 8000 Zeichnungen wurden 3000 ausgelost – von den ASTROlino-Zeichnungen haben es fünf auf die Metallplaketten geschafft und befinden sich nun im All.

Seit Weihnachten 2019 schweben die Ideen und Vorstellungen ferner Welten der Nachwuchs­wissenschaftler aus Halle hoch über unseren Köpfen.

Wir wünschen allen sternenbegeisterten Kindern und Familien einen guten Start ins Jahr 2020!

 

Jahresausblick 2020:

2020 starten die ASTROlinos am 3. Januar um 17 Uhr mit einer SternGuckerZeit im Krokoseum zum Thema „Missionen 2020 – Was passiert in diesem Jahr im Weltraum?“.

Außerhalb der SternGuckerZeiten treffen sich die ASTROlinos wöchentlich freitagnachmittags um 17 Uhr in einer festen Gruppen um sich intensiver mit den Weltraumwissenschaften zu beschäftigen.

Ab dem 17. Januar starten die ASTROlinos mit einer neuen Nachwuchsgruppe. Kinder ab 5 Jahren sind herzlich eingeladen zu ihren Vorstellungen von Raumfahrt, Sternen und Weltraum sich auszutauschen, zu basteln, zu experimentieren und spielerisch mehr zu erfahren.

Den neuen ASTROlino-Terminkalender 2020 findet ihr auf unserer Website!

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Planeten und Co

Heute haben sich die ASTROlinos in der astronomischen Station mit unseren Planeten beschäftigt. Die richtige Reihenfolge der Planeten muss sitzen, genauso wie einige Eigenschaften. Venus hat eine sehr dichte Atmosphäre, der Jupiter hat einen großen roten Fleck, das ist ein gewaltiger Sturm und Saturn hat die schönsten Ringe.Auch die Sternbilder kamen nicht zu kurz, momentan sind noch die Sommersternbilder, wie der Schwan, Adler und Leier zu sehen.

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Am 16. Juli war eine teilweise Mondfinsternis zu beobachten. ASTROlino Janis hat auch ein Foto von der Verfinsterung des Mondes gemacht. Anders als bei einem zunehmenden oder abnehmenden Mond ist die „Licht- und Schattengrenze“ bei einer Mondfinsternis nicht scharf, sondern diffus, das heißt unscharf. Eine Mondfinsternis erleben wir immer dann, wenn der Mond in den Schatten unserer Erde gelangt.

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